KPIs im Social Media Management

Alles ist umsonst. Die Mär, dass es im Internet alles “umsonst” gibt, geistert noch heute in vielen Geschäftsetagen umher. Dies ist ein Warnsignal für alle Internetmarketer und Social Media Manager. Sofern bei Meetings mit dem Top-Management die Erwartungshaltung entsteht, dass Online-Marketing “umsonst” sei, ist Vorsicht geboten und sollte unbedingt ein Erwartungsmanagement betrieben werden. An dieser Stelle hilft nur eines: aufklären und für Kostentransparenz sorgen.

Denn nichts ist wichtiger für eine seriöse Marketingarbeit, als diese Arbeit auch effektiv bewertbar und einschätzbar zu machen. Alle anderen selbst ernannten “Bauchgefühle”, Schätzungen, Prognosen oder etwaigen Kaffeesatz-Einsichten zu den Erfolgen und Misserfolgen im Social Media Marketing gehören in den Bereich der “urban legends” und sollte ad acta gelegt werden. Wie kalkuliert man also den “echten” Aufwand und Kostensatz für Social Media? Welche Kostenarten gehören in eine seriöse Kostenrechnung mit hinein?

Etwas Hilfe bei Gesprächen rund um die Kosten-Nutzen-Rechnung im Social Media bietet die folgende Aufstellung von Kostenarten, die sich auch in der Infografik anbei wiederfindet.

  • Mitarbeiterkosten / Overhead: Eingerechnet werden hier Overheadkosten, die mit dem Personal, das die strategische Entwicklung der Social Media Kanäle übernimmt, anfällt. Das ist üblicherweise der Social Media Kampagnenmanager oder der  Online Marketing Manager des Unternehmens bzw. Mitarbeiter auf Freelance-Basis
  • Werbekosten: Zu jeder Social Media Aktivitäte gehören in der Regel Kosten für begleitende Werbemaßnahmen, wie z.B. Facebook-Ads oder Keyword-Advertising zur begleitenden Bewerbung der entsprechenden Social Media Kampagne auf Facebook, Youtube tec.
  • Agentur / externe Kosten: Dazu zählen Aufwände für Agenturen, die z.B. die technische Umsetzung oder das Grafikdesign einer Kampagne übernehmen. Auch kommen dazu Kosten z.B. für Textgestaltung und Übersetzung, sofern die Kampagne in mehreren Ländern durchgeführt wird
  • Laufende Social Media Kosten: Dazu zählen indirekte Kosten, die z.B: für das Community Management, das Sourcing, Monitoring, Tracking etc. anfallen können. Entweder bewegen wir uns dabei auf Tool-Ebene oder das betrifft Ausgaben für weitere Zulieferer. Diese Kosten sollten anteilig einer Kampagne zugeordnet werden.
Werden diese Kosten offen gelegt, entsteht ein umfassendes Bild zu den Ausgaben, die mit der Social Media Arbeit in Zusammenhang stehen. Der “Wow”-Effekt ist meist bei ganzheitlicher Betrachtung der Kostensätze meist enorm, denn z.B. rechnen viele Verantwortliche heute nur reine Cash-out Kosten in eine Kalkulation hinein, wie z.B. Agentur-Spesen. Andere indirekte oder bislang intransparente Kosten spielen keine Rolle bei der Erfolgsrechnung. Der eigentliche Kostentreiber im Social Media Geschäftsmodell kann aber auf diese Art und Weise schnell und einfach identifiziert werden. Welche weiteren Kosten rechnen Sie in ihre Social Media Kosten ein?

Photo by mkhmarketing/ CC BY

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